Altarbild Ardorf

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Theologische Aussage
Die Bildtafeln sind durchweg mehrdeutig. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Vielmehr ist der Betrachterin oder dem Betrachter freigestellt, das Bild nach eigenem Befinden zu interpretieren.
Fröhliche Stimmung wird man vermissen, warme freundliche Sommertage und blühende Landschaften ebenso; dem Künstler lag nicht an der Darstellung einer heilen Welt.
Stattdessen „Leben im Kreuz“. Worte wie „zerbrochen, zerstört, verzweifelt, kalt, bedrohlich, einsam“ drängen sich auf; wir denken an die Schattenseiten des Lebens, aber nicht nur. Da findet sich auch mancher Fingerzeig auf Hoffnung, dass Gott in dieser Welt gegenwärtig ist.
Menschliche Schicksale haben in dem Altar einer Dorfkirche ihren Platz gefunden. Dies zeigt, dass sie vor Gott Bestand haben. Er ist bei den Menschen, die mühselig und beladen sind, die ausgebeutet werden oder heimatlos sind. Sie sind geborgen im Kreuz. Einer ist für sie da – in der heutigen Zeit nicht leicht zu finden, aber doch da!
Die Landebefeuerung des Flugplatzes in seiner Ambivalenz erinnert auch an ein Kreuz, das über dem Ganzen steht und für alle sichtbar in den Himmel ragt. So können wir die Botschaft des Altars als Trost für die Leidtragenden sehen: hier ist ihr Leid aufgehoben; hier sind sie geborgen bei Gott. Sehen wir darin eine Verpflichtung für uns Christen, uns um diejenigen zu kümmern, die im Abseits stehen.

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